Haus mit Grundstück bei Gewitter

Vorsorgungssicherheit dank Notstromfunktion

Warum moderne Photovoltaikanlagen mehr können als Strom sparen

Steigende Energiekosten sind für viele Hausbesitzer der Hauptgrund, in eine Photovoltaikanlage zu investieren. Doch neben der finanziellen Ersparnis gewinnt ein weiterer Aspekt zunehmend an Bedeutung: die Versorgungssicherheit bzw. Notstromfunktion.

Denn auch wenn Stromausfälle in Deutschland vergleichsweise selten sind, können Unwetter, Netzstörungen oder technische Defekte jederzeit dazu führen, dass das öffentliche Stromnetz vorübergehend ausfällt. Wer dann ausschließlich vom Stromnetz abhängig ist, sitzt schnell im Dunkeln. Mit einer Photovoltaikanlage inklusive Notstromfunktion lässt sich dieses Risiko deutlich reduzieren.

Warum eine normale PV-Anlage bei Stromausfall nicht funktioniert

Viele Eigentümer gehen davon aus, dass ihre Solaranlage automatisch weiter Strom produziert, wenn das öffentliche Netz ausfällt. Tatsächlich ist das jedoch nicht der Fall.

Herkömmliche Photovoltaikanlagen sind an das öffentliche Stromnetz gekoppelt. Kommt es zu einem Stromausfall, schaltet sich der Wechselrichter aus Sicherheitsgründen automatisch ab. Dadurch wird verhindert, dass Strom unkontrolliert ins Netz eingespeist wird.

Die Folge: Obwohl die Sonne scheint, steht der selbst erzeugte Solarstrom nicht zur Verfügung.

Die Lösung: Photovoltaik mit Notstromfunktion

Eine Notstromfunktion sorgt dafür, dass ausgewählte Verbraucher auch während eines Stromausfalls weiterhin mit Energie versorgt werden können.

Hierfür benötigt die Anlage spezielle Komponenten:

  • einen notstromfähigen Wechselrichter
  • einen kompatiblen Stromspeicher
  • eine entsprechende Umschalttechnik

Im Ernstfall trennt sich das System automatisch oder manuell vom öffentlichen Netz und stellt die Energie aus dem Batteriespeicher bereit. So können wichtige Geräte weiterhin betrieben werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kühlschrank und Gefrierschrank
  • Internet-Router
  • Beleuchtung
  • Heizungssteuerung
  • Homeoffice-Arbeitsplätze
  • Kommunikationsgeräte

Damit erhöht sich die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz erheblich.

Notstrom oder Ersatzstrom: wo liegt der Unterschied?

In der Praxis werden die Begriffe häufig gleichgesetzt. Technisch betrachtet gibt es jedoch Unterschiede.

Notstromfunktion

Bei einer klassischen Notstromlösung werden ausgewählte Verbraucher über eine spezielle Notstromsteckdose oder einen separaten Stromkreis versorgt. Die verfügbare Leistung ist begrenzt und konzentriert sich auf die wichtigsten Geräte im Haushalt.

Ersatzstromversorgung 

Eine Ersatzstromlösung geht einen Schritt weiter. Hier kann bei entsprechender Auslegung das gesamte Hausnetz oder große Teile davon weiterhin betrieben werden. Moderne Systeme schalten innerhalb weniger Sekunden automatisch in den Inselbetrieb um und versorgen das Gebäude unabhängig vom öffentlichen Stromnetz.

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von den individuellen Anforderungen des Gebäudes und der Bewohner ab.

Mehr Unabhängigkeit durch Stromspeicher

Eine Notstromfunktion entfaltet ihr volles Potenzial erst in Kombination mit einem leistungsfähigen Stromspeicher.

Der Speicher hält überschüssigen Solarstrom bereit und stellt diesen bei Bedarf zur Verfügung. Dadurch profitieren Eigentümer gleich doppelt:

  • Höherer Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms
  • Versorgung wichtiger Verbraucher bei Stromausfällen

Je nach Speicherkapazität können wichtige Geräte mehrere Stunden oder sogar über einen längeren Zeitraum betrieben werden. Die tatsächliche Laufzeit hängt vom Energieverbrauch und der Größe des Speichers ab.

Für wen lohnt sich eine PV-Anlage mit Notstromfunktion?

Grundsätzlich kann jede Immobilie von einer höheren Versorgungssicherheit profitieren.

Besonders interessant ist die Notstromfunktion für:

  • Familien mit Kindern
  • Homeoffice-Nutzer
  • Besitzer von Wärmepumpen
  • Haushalte mit Kühl- und Gefriersystemen
  • Eigentümer in ländlichen Regionen
  • Personen mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis

Auch Unternehmen setzen zunehmend auf notstromfähige Photovoltaiksysteme, um Betriebsunterbrechungen und Produktionsausfälle zu vermeiden. Insbesondere bei kritischen Infrastrukturen bspw. Tankstellen, Apotheken, etc. kann eine Notstromfunktion sinnvoll und wertvoll sein.

Die Notstromfunktion direkt bei der Planung berücksichtigen

Wer bereits bei der Planung seiner Photovoltaikanlage an eine mögliche Notstromversorgung denkt, spart später häufig Aufwand und Kosten.

Nicht jeder Wechselrichter und nicht jeder Speicher lassen sich nachträglich erweitern. Deshalb empfiehlt es sich, die gewünschte Notstrom- oder Ersatzstromfunktion frühzeitig zu berücksichtigen und die Komponenten entsprechend auszuwählen.

Fazit: Mehr Sicherheit für die Energieversorgung von morgen

Eine moderne Photovoltaikanlage kann heute deutlich mehr leisten als lediglich Stromkosten zu senken. In Verbindung mit einem intelligenten Stromspeicher und einer Notstromfunktion entsteht ein Energiesystem, das auch bei Netzausfällen zuverlässig arbeitet.

Wer langfristig unabhängiger werden und gleichzeitig für mehr Versorgungssicherheit sorgen möchte, sollte das Thema Notstrom bereits bei der Planung seiner Solaranlage berücksichtigen.

Die Experten von BIBER Solar Konzept beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten einer individuellen Notstrom- oder Ersatzstromlösung und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein System, das optimal zu Ihrem Gebäude und Ihrem Energiebedarf passt.

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